Gewohnt abwechslungsreich - Akkordeonkonzert in der Alten Gartenstadtkirche

Untertürkheim Wer am frühen Samstagabend des ersten Maiwochenendes an der Alten Gartenstadtkirche in Luginsland vorbeikam, konnte Akkordeonklängen lauschen, denn dort war der Handharmonika- und Akkordeonklub Untertürkheim-Luginsland mit seinem Frühjahrskonzert zu Gast. Trotz des herrlichen, fast schon sommerlichen Wetters konnte sich der Verein über viele Zuhörer freuen.

Auf dem Programm stand Akkordeonmusik der  verschiedensten musikalischen Genres.

Neben eigens für das Akkordeonorchester komponierten Stücken wie „Spielmusik in 3 Sätzen“ von Dieter Schmitz, „Der kleine Floh Florian“, ein Foxtrott-Intermezzo von Claus Gregustobires und „Swinging Accordion“, drei moderne und pfiffige Stücke von Wolfgang Ruß, gab es auch Filmmusik von Ennio Morricone zum Western-Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu hören. Diese Filmmusik wird zur Recht als Gänsehautsoundtrack bezeichnet.

Melanie Kraiser führte das Publikum schwungvoll durch das Programm, immer gewürzt mit interessanten Informationen oder kleinen Anekdoten und Gedichten zu den Stücken. Marcus Rahm bereicherte die Akkordeonmusik wieder einmal gekonnt durch seine feine Schlagzeugbegleitung.

Im zweiten Teil folgten ein Tango des großen Meisters des Tango Nuevo, Astor Piazzolla und der „New York Tango“ des großen französischen Jazz-Akkordeonisten Richard Galliano sowie ein Musette-Walzer von Toni Murena, auch schon mit einem Hauch von Jazz. Spätestens jetzt waren die Zuhörer begeistert von den fliegenden Fingern auf den Tasten der Akkordeons der Spielerinnen und Spieler des 1. Orchesters unter der Leitung von Robert Braininger.

Den Höhepunkt erreichte das Konzert mit den letzten beiden Stücken. „Udo Jürgens in Concert“ war eine Hommage an den großen Udo Jürgens, der im Dezember 2014 so plötzlich verstarb und so viele schöne Lieder hinterlassen hat. Melodien wie „Siebzehn Jahr, blondes Haar“, „Ein ehrenwertes Haus“, „Matador“, „Aber bitte mit Sahne“ und Merci Chérie“ hätte jeder Konzertbesucher sicher sofort problemlos mitsingen können. Bei diesen Stücken durfte natürlich ein Klavier nicht fehlen, diesen Part übernahm Hans-Peter Kienle, der 1. Vorsitzende des HAKUL.

Zum Schluss gab es mit „Balkan Dance“ des polnischen Motion-Trio wilde Balkanklänge und noch einmal schnelle Finger und Glissandi auf den Tasten und im Anschluss tosenden Beifall. Bei der Zugabe „Brasil“ konnte man dann auch noch einen tanzenden Robert Braininger erleben.

Nach einer weiteren Zugabe wurde die Alte Gartenstadtkirche schnell in eine Gaststube verwandelt und das Publikum tauschte sich über Gehörtes und Gesehenes bei einem Glas Wein oder einem kühlen Bier und einem kleinen Imbiss aus. Alles in Allem mal wieder eine schöne Veranstaltung des HAKUL!

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